Allgemeine News aus Sachsen


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Länderübergreifender Orientierungstag zur Führungskräftequalifizierung

5. November 2014 - 12:00
Am 08. November führen das Institut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA), das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm), und das Sächsische Bildungsinstitut (SBI) im WESTIN Leipzig eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte aus Mitteldeutschland durch. Mehr als 380 Interessierte haben sich angemeldet um herauszufinden, ob sie sich zukünftig mit Schulleitungsaufgaben beschäftigen wollen. Mit Vorträgen und Gesprächsrunden will der Orientierungstag unter dem Motto „Lust auf Führung“ Interesse für Führungsaufgaben in der Schule wecken und Wege für eine erfolgreiche Tätigkeit als zukünftige Führungskraft aufzeigen. Die Teilnehmer haben auch Gelegenheit, mit erfahrenen Führungskräften - sowohl aus dem schulischen als auch außerschulischen Bereich - ins Gespräch zu kommen. In Sachsen werden seit 2009 schulische Führungskräfte auf der Grundlage einer speziell erarbeiteten Konzeption qualifiziert. Der Orientierungstag findet bereits zum dritten Mal statt. Frau Dr. Stenke, Direktorin des SBI betont: „Uns ist es wichtig, dass sich an Führungsaufgaben interessierte Lehrerinnen und Lehrer gut vorbereitet fühlen und bei der Übernahme einer neuen Aufgabe begleitet werden. Dazu zählt, dass sie sich mit dem Rollenverständnis und Herausforderungen an Führungskräfte im Vorfeld auseinandersetzen“. Hintergrund dieser Fortbildungsmaßnahme ist, dass zahlreiche Schulleiterstellen neu besetzt werden müssen. Da alle drei Bundesländer - Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt -gleichermaßen vor der Herausforderung stehen, für Bewerber die Möglichkeit einer intensiven Vorbereitung auf die anspruchsvollen Schulleiteraufgaben zu schaffen, werden durch die Zusammenarbeit auch Synergieeffekte genutzt. „Der regelmäßige Austausch von Konzepten und Erfahrungen zwischen unseren Bundesländern hat gerade bei der Führungskräftequalifizierung zu anspruchsvollen Veranstaltungen beigetragen. Dieser Orientierungstag belegt das nachdrücklich“, so Dr. Siegfried Eisenmann, Direktor des LISA. Alle drei Bundesländer setzen auf ein mehrphasiges Fortbildungsmodell, um langfristig für die Schulen qualifizierte Führungskräfte zu gewinnen. Dem Orientierungstag folgt eine erste Phase, in der die Teilnehmer eine bewusste Entscheidung für ihre weitere berufliche Entwicklung treffen. In der darauffolgenden Phase geht es um den gezielten Aufbau von Qualifikationen für die zukünftige Übernahme von Schulleitungsaufgaben. Amtseinführende und amtsbegleitende Qualifikationen schließen sich an, die in jedem mitteldeutschen Bundesland nach spezifischen Schwerpunkten ausgerichtet werden. Die Implementierung der Konzeptionen wurde in allen drei Ländern von Professor Huber, Pädagogische Hochschule Zug wissenschaftlich begleitet. „Schul- und Personalentwicklung müssen sich auf eine kontinuierliche Unterrichtsentwicklung ausrichten und dabei müssen Heterogenität und Diversität als Chance begriffen werden“, sagte Dr. Andreas Jantowski, Direktor des Thillm, im Vorfeld des Orientierungstages.
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Das Helmholtz-Institut in Freiberg: Ein Institut für Ressourcentechnologie; Ankündigung zur Vortragsreihe Freiberger Kolloquium

20. Oktober 2014 - 9:18
Das Helmholtz-Institut Freiberg (HIF) für Ressourcentechnologie hat das Ziel, innovative Technologien für die Wirtschaft zu entwickeln, um mineralische und metallhaltige Rohstoffe effizienter bereitzustellen und zu nutzen sowie umweltfreundlich zu recyceln. Dazu kooperiert das HIF auf zahlreichen Ebenen mit der TU Bergakademie, z. B. durch gemeinsame wissenschaftliche Arbeit und Lehraufträge. Es gehört zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Herr Prof. Dr. Jens Gutzmer, Direktor des HIF, präsentiert den Stand der Entwicklung des Institutes drei Jahre nach seiner Gründung, zeigt Schwerpunkte der aktuellen Arbeit und gibt einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Der Vortrag findet am 23. Oktober 2014 um 19.30 h nicht wie sonst im Schloss Freudenstein, sondern ausnahmsweise im Hörsaal Physik der TU Bergakademie (Silbermannstraße 1) statt. Das „Freiberger Kolloquium“ ist eine Vortragsreihe des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, des Sächsischen Oberbergamtes, des Geokompetenzzentrum Freiberg e. V., des Sächsischen Staatsarchivs/ Bergarchiv Freiberg, der TU Bergakademie Freiberg und der terra mineralia.
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Grenzübergreifendes Moorschutzprojekt im Erzgebirge wird abgeschlossen

10. September 2014 - 12:26
Das bisher größte, länderübergreifende Moorrevitalisierungsprojekt im Erzgebirge steht kurz vor dem Abschluss. Ziel des Projektes war es, die für die Kammregion des mittleren Erzgebirges typischen Moore zu “retten“, und ihnen eine Chance für neues Leben zu eröffnen. Prof. Dr. Hubert Braun, Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst: „Die einstmals in großen Teilen der Kammlagen des Erzgebirges vorkommenden Moore sind heute vielfach nur noch in Resten sowie in einem schlechten Zustand vorhanden. Das Moorschutzprojekt ist ein wichtiger Schritt für die Erhaltung dieser in Mitteleuropa so gefährdeten Ökosysteme.“ Für die Revitalisierung der Moore wurden auf einer Fläche von 210 Hektar diesseits und jenseits der deutsch – tschechischen Grenze ehemalige Entwässerungsgräben durch ca. 1000 Torf- und Holzdämme verschlossen und die Wasserableitung unterbrochen. Ca. 11,5 Kilometer Gräben wurden komplett verfüllt. Dadurch wird ankommendes Niederschlagswasser nun wieder länger als bisher in den Torfkörpern festgehalten, so dass diese erneut tiefgreifend vernässen und sich neuer Torf bilden kann. Zwölf Moore konnten durch diese technischen Maßnahmen in einen Zustand versetzt werden, der gute Voraussetzungen für eine zukünftige Regenerierung der Moorbiotope bietet. Wichtigstes Ziel des Projektes war die Anhebung des Grundwasserspiegels bis nahe zur Oberfläche. Ingo Reinhold, Leiter des Sachsenforst – Forstbezirkes Marienberg und des Projektes: „Moore „leben“ vom Wasser, da sich neuer Torf nur bei Wasserüberschuss sowie unter Luftabschluss bilden kann. Erste Erfolge sind bereits am erhöhten Wasserstand im Moorboden zu erkennen.“ Die Renaturierung der Moore wurde von umfangreichen vegetationskundlichen und faunistischen Erhebungen begleitet. Intakte Moore sind Habitat und Refugium für in Deutschland und Tschechien einmalige oder extrem gefährdete Tier- und Pflanzenarten, wie bspw. den Rundblättrigen Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze oder das Birkhuhn. Prof. Dr. Hubert Braun, Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst: „Die erhobenen Daten stellen einen wissenschaftlichen Fundus dar, der die Bedeutung der Moore für die Artenvielfalt eindrucksvoll dokumentiert. Die Daten sind außerdem für die Erfolgskontrolle des Projektes von enormer Bedeutung.“ An dem Projekt, das am 1. September 2012 startete, waren zwei tschechische und vier deutsche Partner beteiligt: Der Staatsbetrieb Sachsenforst als Leadpartner, der Staatsbetrieb Tschechische Staatsforsten (Lesy České republiky (LČR) s. p.), der Zweckverband Naturpark „Erzgebirge/Vogtland“, die Bezirksverwaltung der Region Ústi nad Labem (Krajsky úřad Ústeckeho kraje), die Landesdirektion Sachsen und das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Die Europäische Union unterstützte das Vorhaben mit rund einer Million Euro. In Chomutov und auf dem Erzgebirgskamm zwischen Hora Sv. Šebestiana und Satzung werden während einer Abschlusskonferenz am 18. und 19. September 2014 die Ergebnisse aus über zwei Jahren Projektlaufzeit vorgestellt. Presse- und Rundfunkvertreter sind herzlich eingeladen, an der am Freitag, dem 19. September 2014 stattfindenden Exkursion in die bearbeiteten Moore teilzunehmen. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Abzweig der Forststraße nach Jílmova – Talsperre Preßnitz von der Bundesstraße/Staatsstraße B 174/R7, etwa 2 km nach dem Grenzübergang Reitzenhain/Hora Sv. Šebestiána in Richtung Chomutov. Hintergrundinformation: Die Moore auf dem Erzgebirgskamm wurden seit Beginn des 18. Jahrhunderts umfassend entwässert, um Torf abzubauen und Flächen für die Holzproduktion zu gewinnen. Durch die Trockenlegung wurde das Wachstum der Torfmoose und damit der Aufbau des Torfkörpers unterbrochen. Viele der für Moore typischen Pflanzen- und Tierarten verschwanden nahezu oder wurden an den Rand des Aussterbens gedrängt. Bereits seit 1991 wird an mehreren überwiegend kleineren Standorten im Erzgebirge in verschiedenen Vorhaben daran gearbeitet, diese Entwicklung rückgängig zu machen. Die Erhöhung Wasserstände auf das frühere Niveau soll die natürliche Ausbreitung moortypischer Pflanzen ermöglichen. Erst wenn sich genug Nässe staut, entstehen Torf bildende Pflanzen, die aufgrund des geringen Zersetzungsfortschritts die Moore immer weiter aufbauen. Zu ihnen gehören etwa 30 verschiedene Torfmoose. Diese können das Dreißigfache ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen und wirken also wie ein Schwamm. Mit dieser Eigenschaft leisten Moore auch einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz und zwar direkt im Entstehungsgebiet. Erstmals in diesem Projekt wurden für den Grabenverbau hauptsächlich geeignete Maschinen mit ausreichend breiten Kettenfahrwerken verwendet, die erfolgreich und effizient die bis dahin übliche, mühsame Handarbeit ersetzten. Auf den feuchten Moorböden stellte die Arbeit höchste Ansprüche an die Technik und an die Maschinenführer. Nach Abschluss der Renaturierungsarbeiten werden die Flächen weitgehend der natürlichen Entwicklung überlassen. Die Holzproduktion steht hier nicht mehr im Vordergrund. In den nächsten Jahren soll durch wissenschaftliches Monitoring beobachtet werden, wie sich die Wasserstände sowie Tier- und Pflanzenwelt weiter entwickeln. Eine abschließende Aussage, inwieweit wieder lebende Moore mit ihrer typischen Pflanzen- und Tierwelt aufwachsen können, wird jedoch erst in der Zukunft getroffen werden können. Denn ein intaktes Hochmoor wächst im Jahr durchschnittlich nur etwa um 1 mm nach oben.
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Hengstparaden 2014 im Landgestüt Moritzburg

2. September 2014 - 9:18
Am Sonntag, den 07. September 2014 eröffnet um 13:00 Uhr der berittene Fanfarenzug mit dem Kesselpauker die Hengstparaden zum ersten Mal auf dem neu gestalteten Paradeplatz. Zu dieser sowie zu den folgenden Paraden am Sonnabend, den 13. und Sonntag, den 21. September 2014 lädt Sie das Landgestüt Moritzburg herzlich ein. Seit dem Jahre 1924 werden Hengstparaden im Landgestüt Moritzburg durchgeführt. In diesem Jahr - 90 Jahre nach der ersten Hengstparade - wird der neu gestaltete Hengstparadeplatz eingeweiht. Ein dreiviertel Jahr vollzog sich der Umbau des Paradeplatzes und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Den Besuchern stehen ab diesem Jahr überdachte Tribünen mit modernen Schalensitzen zur Verfügung, so dass sie der Präsentation der Hengste etwas bequemer folgen können. Die Leitung des Programmes obliegt dem Ersten Hauptsattelmeister Friedrich Günther, der im nächsten Jahr nach über 46-jähriger Tätigkeit aus dem Dienst des Landgestütes verabschiedet wird. Die Springquadrille, die Mehrspänner mit Schweren Warmbluthengsten und die Dressurquadrille mit 25 Reitern sind als traditionelle Programmpunkte zu sehen. Die Lehrlinge des Landgestütes zeigen ein athletisches Schaubild, wenn sie in Pyramidenformation stehend auf den Kaltbluthengsten die Bahn im Trabe umrunden. Spannend wird es wieder beim Pushballspiel, bei dem von Pferd und Reiter viel Geschicklichkeit gefordert wird, um den Ball in das gegnerische Tor zu schießen. Natürlich ist hierbei auch die Unterstützung des Publikums gefragt. Außerdem können die sporterfolgreichen Landbeschäler sowie die dreijährigen Hengste, die ihren ersten Zuchteinsatz in diesem Jahr hatten und für die Pferdezüchter im Publikum von besonderem Interesse sind, in Augenschein genommen werden. Als historisches Schaubild erwartet die Besucher die Darstellung von Moritzburger Jagdimpressionen, bei denen auch die aufgeweckten Jagdhunde der Geiseltal Beagle Meute ihren Auftritt haben. Im Anschluss kommen ungestüm die freilaufenden Haflingerhengste, die zuerst diszipliniert aneinandergekoppelt mit ihrer Fuchsfarbe und dem hellen Langhaar einen ungemein ausgeglichenen Eindruck hinterlassen. Zum feierlichen Abschluss fährt die historische Postkutsche mit 16 angespannten Schweren Warmbluthengsten ein. Das Polizeiorchester Sachsen, unter der Leitung von Dirigent Torsten Petzold, übernimmt die musikalische Begleitung der Hengstparaden. Bereits am Vormittag von 9.00 bis 11.00 Uhr öffnet das Landgestüt seine Tore und die Gäste haben die Möglichkeit, einen Blick in die Stallungen zu werfen. Die vielfältigen Gastronomiestände halten Speisen und Getränke für die Besucher in der halbstündigen Pause bereit. Karten für die Paraden können am jeweiligen Veranstaltungstag an den Kassen (ab 8.00 Uhr geöffnet) um den Hengstparadeplatz gekauft werden. Weiter Informationen finden Sie im Internet unter www.landgestuet-moritzburg.de
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